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Where do we go from here?

When you read these lines then we have almost made it through 2016, and I sincerely hope that we will all go the last bit together with no further personal or global tragedies. Some of us will have suffered from personal loss in 2016 in which way ever and look back in dismay, while others may have had a good year and will always look back at it with great memories. When it comes to New Year’s Eve, however, we are all united in the peculiar feeling that the turn of the year is a kind of a barrier, a tinier reset, an opportunity for a change … for the good in the perspective of an optimists or the bad in the expectations of a pessimist.

Isn’t it strange that this rather arbitrary border has such an impact on our thinking, on our rhythm in life?

These days I was thinking about what it really means to us and does to us, this mutual agreement to call it a new year and to congratulate us and others during the turn of the year, and if we were perhaps better off without it. – My conclusion is, I wouldn’t want to miss it. Brexit and the US election where only two prominent examples of a lot, a whole of a lot, matters that divide us. And to accuse the other side of not being serious, not being honest or humane or simply not intelligent enough to choose the right thing is all too easy and rather expressed our deep disappointment and frustration, while we ourselves should have seen that this attitude builds walls that we were meant to tear down instead. There is, that is my strong believe, a bumpy road lying in front of us. And yet, perhaps it always was, each year, for each generation. Sometimes people were aware of it and sometimes they had not the faintest clue of how close they were to personal or global disaster. Who knows what will be, and what could have been instead if things would have developed differently through the last year? Who would truly like to bet his/her life on it? You?

Today and tomorrow could have been day 735,001 and 735,002 or any other number you like in a steady flow of days. However, we as a species decided to take another, more charming, more positive, more forgiving and more comforting approach. We celebrate each single journey around the sun. And we congratulate each other, whoever made it with us. We pull the blanket over the last year. A collective coming to terms with the past. A therapy we need. We embrace each other and wish us luck for the future. No matter whether we are far or close, we made this journey together and we reached this point together, while others fell behind and will forever stay united with the year 2016 and under its cover.

Now is the time to bow to those who left us in 2016, pull the blanket and then to turn around, face and embrace those who are still with us, and set sail with linked arms for 2017. It is on us to make 2017 a better year, a better world. We, the children of 2017 of 10, 21, 30, 45, 50 or 90 years decide how it will be reviewed in history, and in our own vitae. We take the responsibilities and the chances at the same time. This is our history.

I hope we will all have the chance to embrace each other again at the end of 2017, with a true smile on our faces and a strong confidence in the year 2018, and that our bruises from 2017 are not too painful. And if only the feeling of this journey over the year’s period is what we have in common, and the feeling of hopes and fears and chances, then this is already an encouraging sign that more things unite us than we believe sometimes. Sometimes to change our perspective is all it takes to find the key to come clear again. We can view differences as vital things that divide us. I’d rather like to see it the way that having different opinions is something that we have in common.

Take care, good luck for 2017 and feel embraced.

Noel

 


Wohin des Weges?

Wenn Ihr diese Zeilen lest, dann haben wir es fast durch das Jahr 2016 geschafft, und ich hoffe, dass wir das letzte kleine bisschen ohne weitere persönliche oder globale Tragödien auch noch durchstehen. Einige von uns werden 2016 einen persönlichen Verlust erlitten haben, wie auch immer dieser sich darstellte, und werden mit Trauer und Bedauern zurückschauen. Andere werden ein persönlich tolles Jahr gehabt haben und es immer in guter Erinnerung behalten. Wenn es aber zu Silvester kommt, sind wir alle vereint in dem abersinnigen Gefühl, dass der Jahreswechsel eine Art Grenze ist, ein winziger Neustart, eine Chance zum Wandel … zum Guten, wie sich der Optimist das vorstellt oder zum Schlechten, wie es die Pessimisten erwarten.

Ist es nicht eigentlich verrückt, dass diese willkürliche Grenze solch einen Einfluss auf unser Denken und unsere Gemütsverfassung hat?

Dieser Tage habe ich überlegt, was das eigentlich für uns bedeutet? .. was es mit uns macht? .. dieses allgemeine Gefühl es ‘Neues Jahr’ zu nennen, uns gegenseitig zu gratulieren, und ob wir nicht vielleicht besser dran wären, wenn wir alle diese Gedanken und Zeremonien nicht hätten. – Meine Einschätzung ist, ich möchte es nicht missen. Brexit und die US Wahlen waren nur zwei der prominenten Beispiele von vielen, sehr vielen Dingen, die uns ernsthaft trennen. Und die gegenseitigen Schuldzuweisungen nicht realistisch zu sein, es nicht ehrlich zu meinen oder unmenschlich zu sein oder schlicht nicht intelligent genug sind allzu leichtfertige Argumente und drücken eher die tiefe Enttäuschung und Frustration aus, während wir eigentlich hätten erkennen müssen, dass diese Einstellung eher Mauern aufbaut statt sie abzureißen, was aber notwendiger wäre. Ich bin persönlich davon überzeugt, dass ein steiniger Weg vor uns liegt. Möglicherweise aber ist das immer so, auf eine Art, jedes Jahr, für jede Generation. Manchmal haben Menschen gar nicht gewusst wie nahe sie globalen oder persönlichen Tragödien waren. Wer weiß schon was sein wird, oder was hätte stattdessen sein können, wenn Dinge im vergangenen Jahr anders verlaufen wären? Wer würde sein Leben darauf verwetten? Jemand hier?

Heute und morgen könnten die Tage 735.001 und 735.002 sein oder jede andere beliebige Zahl, ein Tag in einem endlosen Fluss von Tagen. Wir, die Menschheit, haben aber entschlossen, einen charmanteren, positiveren und großmütigeren Ansatz zu wählen. Wir feiern jede Reise um die Sonne. Und wir beglückwünschen uns, wenn wir am Ende der Runde angekommen sind. Wir ziehen das Leichentuch über das vergangene Jahr. Eine kollektive Vergangenheitsbewältigung. Eine Therapie, die wir brauchen. Wir umarmen uns und wünschen uns Glück für die Zukunft. Unabhängig wie nah oder fern wir uns stehen, wir haben diesen Punkt gemeinsam erreicht, während andere zurückgefallen sind und für immer mit dem Jahr 2016 verbunden bleiben, unter seinem Tuch.

Jetzt ist die Zeit sich vor denen, die zurückbleiben müssen, zu verneigen. Dann aber müssen wir uns auch abwenden und denen zuwenden und sie umarmen, die mit uns die Segel für 2017 setzen. Es ist an uns aus dem Jahr 2017 ein gutes zu machen. Wir, die Kinder von 2017, ob wir nun 10, 21, 30, 45, 50 oder 90 alt sind, haben es in der Hand, wie es dereinst in der Geschichte und in unserer eigenen Vitae gesehen wird. Wir tragen die Verantwortung und haben die Chancen. Es ist unsere Geschichte.

Ich hoffe wir werden alle die Chance haben, uns am Ende des Jahres 2017 wieder zu umarmen, mit einem ehrlich lächelnden Gesicht und Zuversicht für 2018 im Herzen. Und ich hoffe, dass die Wunden, die uns 2017 geschlagen haben wird, uns nicht zu sehr schmerzen. Wenn einzig das Gefühl, dass wir ein Stück des Weges gemeinsam gegangen sind, das ist, was wir wirklich gemeinsam haben, dann ist es dennoch ein gutes Zeichen dafür, dass uns manches mehr eint als wir denken. Manchmal ist allein der Wechsel der eigenen Perspektive schon der Schlüssel zu einem besseren Verständnis. Wir können unsere Differenzen als entscheidende Dinge betrachten, die uns trennen. Ich mag lieber die Tatsache, dass wir unterschiedliche Meinungen haben können als etwas betrachten, dass uns verbindet.

Ich wünsche Euch alles Gute für 2017, passt gut auf Euch auf und fühlt Euch umarmt.

Noel

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