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Doors Swing Open at Deva Westland’s «Galerie des Beaux-Arts»

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Grand Opening of the Galerie des Beaux-Arts

There is certainly no need to name the most frequented topics and activities in SL for you to imagine that in times of steady closings of clubs and venues, opening an art gallery is a risk. The risk lies not so much in a possible financial loss, but in the personal disillusionment of the exhibitor when people are not interested in arts in general or in particular in what for the artist is a window to his or her soul. Can a rejection be more striking and physical than when sitting alone in a room where you were prepared to unbosom yourself?
I admire Deva Westland therefore for her courage, enthusiasm and persistence to take the risk and expose herself to the world. And I congratulate the visitors of Deva’s exhibition yesterday for their willingness to engage with the artist’s perception and honor and support it. I was glad to see that the hallways of her Galerie des Beaux-Arts was crowded with people.

Over the years I’ve been to some [fortunately for me] champagne and canapés loaded vernissages in RL as well as in SL, and I guess I’m not alone to state that without a good refill of champagne, some or even many exhibits often seem unobtrusive and characterless. But the question „why would I want to make this …“ often led me to a process of reflection, where not so much the exhibit was the center of consideration, but the ways and miracles of life that guides people to do or not do, like or dislike things.
I can reassure you that there’s a lot for everyone to like at Deva’s exhibition, you won’t be bored for sure, but what she made very cleverly indeed is, she added a description about each picture in a notecard which you can retrieve by clicking on the heart-symbol underneath each picture. There might have been the one or other picture I would have found unspectacular if there hadn’t been the explanatory notes. But reading her feelings, the mood, situation and condition she had been in when taking the picture, was something that gave each piece a new and exciting dimension. And by that an initial wall plaster magically turned into a soul embracing window into the world of another person, which really intrigued me. And I hope it will do the same for you. If not, you can still descend on the champagne and canapés left side of the entry.

It surely would have been much more secure and head count raising to announce an exhibition about the ancient Kamasutra book, but I am glad Deva refrained from it as much as from showing a selection of whiskey bottle labels, which Harry Hargreaves and me even would have paid entrance fee for, if only we had a chance to get our hands on the bottles she had peeled it off from.

I hope that this venture pays out for Deva not only yesterday, but also on the long run. And I hope many of you will either return there or will go there for the first time. There’s nothing that can bite you or hurt or scare you in any possible way, much to the regret of some of you, or to the relief of some others of you, depending what you are into when you visit SL. But no matter what side you are on, you should not hesitate to pay this exhibition a visit, which will be presented the whole November. If I’m around I am willing to hold your glas while you do your selfies. See you there.

Location: Galerie des Beaux-Arts

 



 

 

 


Neueröffnung der Galerie des Beaux-Arts

Es ist sicherlich nicht nötig, die bestbesuchtesten Themen und Aktivitäten in SL zu nennen, um sich vorstellen zu können, dass in Zeiten von regelmäßigen Clubschließungen die Eröffnung einer Kunstgalerie ein echtes Wagnis darstellt. Das Risiko liegt weniger in der Möglichkeit eines finanziellen Verlustes, der wäre verschmerzbar, sondern in der persönlichen Enttäuschung des Ausstellers, wenn Menschen sich entweder für Kunst generell oder im speziellen Fall für die Kunst des Künstler nicht interessieren, die immer doch auch ein Stück weit ein Blick in seine oder ihre Seele ist. Kann eine Ablehnung plakativer und körperlich spürbarer sein als in einem Zimmer zu sitzen, bereit einen maximalen Einblick in das eigene Seelenleben zu geben und dann alleine zu bleiben?

Ich bewundere Deva Westland deshalb für ihren Mut, Enthusiasmus und ihre Ausdauer dieses Risiko auf sich zu nehmen und ihre Welt einem Publikum offen zu legen. Und ich beglückwünsche die Besucher Deva’s gestriger Ausstellung zu deren Bereitschaft sich auf die Wahrnehmungen der Künstlerin einzulassen und sie zu ehren und zu unterstützen. Ich war froh zu sehen, dass die Flure der Galerie des Beaux-Arts mit gut besucht waren.

Über die Jahre habe ich einige [glücklicherweise für mich] mit Champagner und Canapés bewehrte Vernissagen im RL als auch im SL erlebt, und ich glaube ich bin nicht alleine wenn ich feststelle, dass ohne ausreichenden Nachschub an Champagne, einige oder manchmal auch viele Ausstellungsstücke unauffällig und bedeutungslos aussehen. Aber die Frage „warum würde ich sowas machen wollen …“ hat mich oft in einen Denkprozess geführt, wo weniger das Ausstellungsstück selbst als vielmehr die Wege und Wirrungen des Lebens, die jemanden dazu bringen etwas zu tun oder zu lassen, zu mögen oder zu hassen, zum Zentrum der Überlegungen wurden.
Ich kann euch versichern, dass es in Deva’s Ausstellung eine Menge wirklich liebenswerter Stücke gibt und dass ihr Euch nicht langweilen werdet, aber was sie darüber hinaus clever gemacht hat ist, sie hat zu jedem Bild eine Beschreibung in einer Notecard hinterlegt, die man durch Klicken auf das Herzsymbol abrufen kann. Da wäre vielleicht das eine oder andere Bild unspektakulär für mich geblieben, wenn da nicht die beschreibenden Begleittexte gewesen wären. Ihre Gefühle und Beweggründe zu lesen, unter denen das Ausstellungsstück entstanden ist, war etwas, dass jedem Bild eine neue, spannende Dimension gegeben hat. Und so wurde aus einem anfänglichen Wandpflaster wundersamer Weise ein seeleneinfangendes Fenster in die Welt einer anderen Person, was mich tatsächlich berührt hat. Und ich hoffe, es wird Euch beim Anblick ebenfalls so ergehen. Wenn nicht, könnt Ihr immer noch geflissentlich über den Champagner und die Canapés links vom Eingang herfallen.

Es wäre sicherlich risikoloser und populärer gewesen, eine Ausstellung über das alte Kamasutra-Buch zu machen, aber Deva hat sich glücklicherweise nicht dazu hinreißen lassen, genauso wenig wie zu einer Ausstellung über Labels von Wishkeyflaschen wofür Harry Hargreaves und ich sogar gerne Eintritt bezahlt hätten, wenn wir damit dann auch Zugang zu den Flaschen gehabt hätten, von denen Deva die Etiketten abgeknibbelt hat.

Ich hoffe, dass sich das Wagnis für Deva nicht nur gestern sonder auch auf lange Sicht auszahlt. Und ich hoffe auch, dass viele von Euch entweder mal wieder dorthin zurückkehren oder zum ersten Mal dorthin gehen. Dort gibt es nichts was euch beißen oder verletzen kann, was einige von Euch jetzt wieder bedauern werden, je nachdem wie Ihr drauf seid 🙂 . Aber egal wofür Ihr Euch in SL entscheidet, Ihr solltet mindestens einmal die Ausstellung besuchen, die bis Ende November unverändert bleiben wird. Sollte ich zufällig da sein, halte ich gerne Euer Sektglas für Eure Selfies. Man sieht sich.

Veranstaltungsort: Galerie des Beaux-Arts

 


 

 

 

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